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Selektive Wahrnehmung

Um was geht es?

Wahrnehmung bedeutet "etwas für wahr" zu nehmen, egal, ob es real richtig und existent ist oder nicht.
Die Selektion bezieht sich auf die Auswahl und "Einseitigkeit".

Man kann sich auf etwas konzentrieren. Warum? Weil ein Mensch sich mit dem beschäftigen kann, was ihm aktuell wichtig ist und wo er Prioritäten setzt. Man nimmt Dinge also nur dann wahr, wenn man seine Aufmerksamkeit bewusst darauf richtet.
Das kann allerdings dazu führen, dass die Aufmerksamkeiten auf andere Dinge unberücksichtigt bleiben.
Die so genannte "selektive Wahrnehmung" ist ein psychologisches Phänomen, bei denen nur bestimmte Aspekte wahrgenommen und andere Aspekte dagegen ausgeblendet werden. Sie beruht auf der Fähigkeit eines Menschen, bestimmte Muster einer Situation erkennen zu können. Die selektive Wahrnehmung ist die Suche nach diesen Mustern.

Was hat dies alles mit Fotografie, Fotografik oder Kunst zu tun?
Der Fotograf sucht beim Erstellen der Fotos das herauszuarbeiten, was er für wichtig hält und verfolgt damit seine bildgestalterische Idee.
Der Betrachter von Fotos hat ebenfalls eine Idee, was ein Foto zu einem guten Foto macht. Folglich wird vom Betrachter herausgefiltert und bewertet.
Die Kunst besteht also darin, den Spagat zwischen eigener Identität und der Beurteilung von Betrachtern zu erreichen.

"Die Schönheit der Dinge lebt in der Seele dessen, der sie betrachtet."(David Hume)

Ein Fotograf, der die Farbe liebt, wird dementsprechend fotografieren und auch andere Fotos bewerten.
Technikfreaks werden die Fotos anders auffassen, als diejenigen, die noch mit den traditionellen Techniken arbeiten.
... die Liste könnte endlos weiter gehen ...